Das echte Leben

Fragt euch nicht! Ja, ich lebe noch. Also fast. Eigentlich könnte ich ja einfach den Blog vom letzten Frühling reposten: Muskelkaaaaater!!! OH. MEIN. GOTT! Ich müsste einfach beim Repost noch ein hoch zehn dazu fügen! Ich dachte eigentlich, dass ich doch gar nicht so untätig war. Aber ej, sind wahrscheinlich einfach komplett andere Muskelpartien die da gebraucht werden. Also ich habe auf jedenfall auch vier Tage nach dem ersten Pole Training nach dem Lockdown immer noch was davon. Na gut. Will eigentlich gar nicht darüber sprechen.


Irgendwie müsst ihr im Moment immer etwas länger auf einen Blogbeitrage von mir warten. Weshalb das so ist? Ich kann es euch nicht so genau sagen.... Schreibblockade? Nein, eigentlich nicht. Sonst zu viel zu tun? Na ja, schon viel, aber der Tag hat ja 24 Stunden. Da sollte ein Blog schreiben schon Platz haben. Was denn sonst????

Leute, ich habs beim besten Willen nicht rausgefunden. Aber finally denke ich, es liegt daran, dass ich nicht ins Studio konnte. All die tollen Menschen nicht treffen konnte, es keinen Austausch gab, keine eins zu eins spürbaren Emotionen. Ich meine so die wirkliche realen, wirklichen, spürbaren Gefühle! Auch wenn man in Chats schriftlich gemeinsam unterwegs ist und sich via Zoom sogar sehen und herzlich zuwinken kann..... Es ist nicht dasselbe!! Punkt. Ende. Aus.




Online bin ich 2 Minuten vorher da und 1 Minute danach wieder weg. Wenn ich aber ins Studio gehen kann, da passiert sooooo viel mehr!! Ist euch das eigentlich bewusst? Ich meine das beginnt schon am Vortag zu Hause an:

Shit, morgen früh habe ich Pole, Beine rasiert? Nein. Nicht. Shit. Habe ich morgen früh noch Zeit zum Duschen? Ja. Nein. Shit. So frisch gewaschen klebe ich nicht gut. Naja, egal, dafür super frisch rasiert. Ich darf einfach auf keinen Fall aus Versehen mein geliebtes Körperöl einschmieren. Gut. Alle klar. Dann am nächsten Morgen. Meinem Trainingsmorgen. Auch da kann der Tag schon vor der Ankunft im Studio Geschichte schreiben. Ganz anders als wenn du einfach zu Hause bleibst und in deinem Zimmer trainierst und im Notfall noch 10 Sekunden vor Lektionsbeginn Socken mit Löcher gegen Socken ohne Löcher austauschen kannst.

Nicht so wenn du ins Studio gehst. Es muss wohl überlegt sein was du alles ins Täschchen packst. Normale Leggins, falls Floorwork, Sticky-Leggins, falls Memmen-Tag, dann die Kurzen, Knappen, Pulswärmer, weil man weiss ja nie wie die Haut am Handgelenk heute so drauf ist. Socken. Gut, da behalte ich die an den Füssen die ich bereits trage. Oben ist easy. Sport-Bra und Shirt darüber. Am besten das ohne Ärmel, aber auf keinen fall das mit den dicken Nähten oben an der Schulter, weil wer weiss, vielleicht ist heute Shouldermout-Day! Gut. Hab ich alles? Nope. Trinkflasche! Ach ja und das Pole-Gold! Meine Güte, das Grip fast vergessen! So nun aber raus aus dem Haus. In 30, ja DREISSIG, Minuten beginnt die Lektion und ich muss noch mit dem Fahrrad nach Thun düsen. Also raus aus dem Haus!

Vor der Tür: Shit, Deo vergessen. Wieder rein. Mit den Schuhen (egal die Kids sind ja in der Schule und sehen es nicht) Treppe rauf ins Badezimmer, Deo fassen und ab die Post!!


AAAHHHHHH, ist das herrlich mit dem Fahrrad an der frischen Luft! Der Weg zum Online-Training ist zugegeben bequem, aber auf keinen Fall so erfrischend und befreiend und schön und gesund und fuck ist das kalt! Tja, Handschuhe vergessen!


Gut. Vom kühlen Fahrtwind tränenüberströmt und knapp in der Zeit im Studio gelandet. Beziehungsweise, vor dem Studio! Erstmal Innehalten! Durchatmen. Geniessen! Ach ist das schön wieder hier zu sein. Und schon vor der Tür alles so einladend und liebevoll hergerichtet! Türe auf und hinein! Es duftet herrlich. Es sieht wunderbar aus! Frisch gestrichen, wundervoll neu eingerichtet. Ich höre schon die Stimmen im oberen Stockwerk. Schuhe aus und nichts wie rauf..... SCHU HE aus, wollt ich doch. Scheibenkleister (entschuldigt, ich habe schon zu oft das andere Wort gebraucht im Text. Kontingent aufgebraucht. Könnte ja sein, dass Kinder mitlesen :-D), ich krieg meinen Schuh nicht auf. Ist mir beim Online Training nie passiert. Naaaa? Checkt ihrs? Im echten Leben PASSIEREN DINGE. Und über diese Dinge kann ich dann schreiben. Oder ihr erzählen oder lachen oder was auch immer!

Nun also, Schuh doch noch weg vom Fuss gebracht, folge ich nun die Treppe hoch den Stimmen. Und da sitzen sie. Die Girls. Meine Girls. Mir geht das Herz auf. Wir drücken uns! Herzhaft. So richtig doll. Natürlich mit Maske, negativem Corona-Test, mindestens 1x geimpfte und nachweislich immun, weil gehabt.

Ehrlich gesagt, also wirklich ganz ganz ehrlich? In den letzten paar Wochen hat es schon den ein oder anderen Moment gegeben wo ich dachte: hmmm.... ist jetzt schon noch so praktisch einen Morgen mehr zu haben um den Haushalt, die Kids, die Arbeit und was sonst noch so ansteht ein wenig entspannter anzugehen. Irgendwie fühlte es sich manchmal nicht mehr so stark nach Vermissen an. Nach dieser langen Zeit. Schon ein wenig an kein-pole-haben gewöhnt. Aber Leute.... wie habe ich mich getäuscht. Klar, ich sterbe im Moment fast vor Muskelkater. Aber wisst ihr was? Er erinnert mich an all die tollen Menschen im Studio, an das echte Leben. An das Leben das sich Rund um unsere Aktivitäten gestaltet. An die Menschen die Menschen die mit, neben und bei uns sind! Egal ob mal mehr mal weniger, ob für lange Zeit oder kürzere, ob tiefgründig oder oberflächlich. Alles und alle können uns eine gutes Gefühl geben! Wichtig ist einzig und allein dass es im ECHTEN Leben geschieht. Kämpfen wir dafür, dass es uns erhalten bleibt und lasst euch dieses Leben nicht nehmen!

In diesem Sinne Cheers and stay heartwarming! All the time to everyone!



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